Zinsswap
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Zinsswap

Ein Zinsswap ist nichts weiter als eine vertragliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, Zahlungen während einer vereinbarten Laufzeit zu festgelegten Regeln auszutauschen.

Bei einem Zinsswap werden in der Regel ausgehend von einem fixierten Nominalbetrag und Zeitraum durch einen über die Laufzeit konstanten Zinssatz definierte, regelmäßige Zahlungen gegen variable, durch eine Referenzgröße bestimmte Zinszahlungen getauscht.

Einen solchen Zinsswap nennt man auch aufgrund seines relativ einfachen Regelwerkes ein " Plain Vanilla Swap ".

Bei einem Plain Vanilla Zinsswap orientiert sich der variable Zinssatz meist an den üblichen Referenzzinssätzen im Interbankengeschäft, wie z.B. an der Euro Interbank Offered Rate oder kurz EURIBOR.

Zinsswaps sind OTC-Geschäfte, d.h. Zinsswaps sind nicht standardisierte, individuell vereinbarte Geschäfte.

Aufgrund dieser Struktur dient der Zinsswap der

  • die variable Zinszahlungen gegen fixierte Zinszahlungen tauschende Seite zur Absicherung gegen ein Zinsänderungsrisiko,
  • die fixierte Zinszahlungen gegen variable, von einer Referenzgröße abhängigen Zinszahlungen tauschende Seite als Spekulationsinstrument auf steigende Zinsen.

Beispiel - Zinsswap

Unternehmen A hat bei seiner Bank ein variabel verzinsliches Darlehen aufgenommen, wobei die zu leistenden, monatlichen Zinszahlungen sich aus der Summe aus dem Monats-Euribor plus einem Satz von x% ergeben.

Um sich gegen steigende Zinsen abzusichern, geht Unternehmen A einen Plain Vanilla Zinsswap über die Darlehenshöhe mit Unternehmen B ein.

A verpflichtet sich, während der Laufzeit des Zinsswaps einen fixen, festgelegten Zinssatz an B zu zahlen, und erhält im Gegenzug dafür eine variable am Monats-Euribor angepasste Zinszahlung von B.

Steigen die Zinsen, steigt der Zinssatz des Bankdarlehens von A. Analog steigt auch der Zinsbetrag, den A aus dem Zinsswap erhält.

Sinken die Zinsen, sinkt der Zinssatz des Bankdarlehens von A. Analog reduziert sich auch der Zinsbetrag, den A aus dem Zinsswap zufließt.

Unabhängig vom Zinsverlauf zahlt A immer denselben, fixen Zinsbetrag an B, dem Kontrahenten des Zinsswaps.

Somit hat sich A innerhalb der Laufzeit des Zinsswaps gegen Zinsänderungen abgesichert, egal wie sich der Markt entwickelt.



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