Aktienanleihe
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Aktienanleihe

Was ist eine Aktienanleihe?

Eine Aktienanleihe ist ein Finanzinstrument, das eine attraktive, über den Marktzins liegende Verzinsung mit einem Rückzahlungswahlrecht des Emittenten verknüpft.

Bei einer Aktienanleihe erwirbt der Anleger ein Finanzinstrument zu einem bestimmten Kurswert.

Wie bei einer normalen Anleihe/Rente erhält der Anleger als Besitzer einer Aktienanleihe zyklisch Zinszahlungen.

Am Laufzeitende hat der Emittent, nicht der Anleger, das Wahlrecht,

  • entweder als Ausübungspreis den Nominalbetrag zurückzuzahlen
  • oder andernfalls dem Anleger eine bei der Emission definierte Anzahl Aktien einer bestimmten Gattung anzudienen.

Eine Aktienanleihe ist somit als ein Optionsgeschäft anzusehen.

Beispiel Aktienanleihe

Ein Anleger erwirbt für 1.000 Euro eine Aktienanleihe auf die Aktie der Siemens AG (WKN 723610) mit einer jährlichen Verzinsung von 12%.

Der Emittent besitzt das Wahlrecht, die Tilgung nach 2 Jahren entweder durch Bezahlung des Nominalbetrages in Höhe von 1.000 Euro vorzunehmen oder 9 Aktien der Siemens AG anzudienen.

Von einer Aktienandienung wird der Emittent wohl jedoch nur dann Gebrauch machen, wenn die Aktie der Siemens AG am Stichtag unter einem Kurswert von 111,11 Euro, der 1.000 Euro / 9 entspricht, notiert. Andernfalls dürfte i.d.R. eine für den Emittenten günstigere Bartilgung des Nominalbetrages erfolgen.

Risiken einer Aktienanleihe

Formal betrachtet, beinhaltet eine Aktienanleihe ein Zinszahlungsversprechen, aber keine Garantie zur Tilgung des Nominalwertes. Sollte der Emittent zahlungsunfähig werden, sind die Leistung von Tilgung und ggf. noch ausstehenden Kuponzahlungen zweifelhaft. Bei Aktienanleihen gibt es somit auch ein Emittentenrisiko.

Wer über eine Geldanlage in eine Aktienanleihe anstelle eines Direkterwerbs der der Aktienanleihe zu Grunde liegende Aktie nachdenkt, sollte berücksichtigen, dass

  • sich als laufende Einnahmen Zinszahlungen und Dividendenzahlungen gegenüberstehen,
  • auch bei Aktienanleihen der Anleger den Kursrisiken des Aktienmarktes ausgesetzt ist. Denn
    • übersteigt am Laufzeitende der Kurswert der anzudienenden Aktien die Summe aus Ausübungspreis und Zinszahlungen, so entgeht dem Anleger ein Kursgewinn, den er bei einem Direkterwerb der Aktie hätte realisieren können.
    • fällt am Laufzeitende der Kurswert der anzudienenden Aktien unter die Differenz aus Ausübungspreis und Zinszahlungen, so entsteht dem Anleger ein rechnerischer Kursverlust, der gegenüber dem Direkterwerb um die Kuponzahlungen abgemildert wird und nur bei direktem Aktienverkauf realisiert würde.

Fazit Aktienanleihe

Die Verzinsung einer Aktienanleihe ist i.d.R. wesentlich höher als die von herkömmlichen Anleihen mit derselben Laufzeit und einer vergleichbaren Bonität des Emittenten. Aber dieser Vergleich ist eigentlich nicht zulässig, man vergleicht hierbei Äpfel mit Birnen, d.h. klassische Anleihen/Renten mit optionsähnlichen Finanzinstrumenten!

Da eine Aktienanleihe auch dem Emittentenrisiko unterliegt, sollte vor einer Investitionsentscheidung der Emittent stets gründlich unter der Lupe genommen werden!

Das Risiko einer Aktienanleihe ist nur scheinbar geringer als bei einem Direkterwerb von Aktien.
Der Erwerber einer Aktienanleihe wird an etwaigen Verlusten nahezu vollständig, an Gewinnen jedoch nur partiell beteiligt.
Der aus einer Aktienanleihe resultierende Gewinn kann die Summe aus Nominalwert plus Wert der Zinszahlungen nicht überschreiten, d.h. der Gewinn ist durch diese Summe nach oben hin gedeckelt. Daher sollte man eine Aktienanleihe nur in Erwartung eines geringen Kursanstieges erwerben!

Da primär die Kursentwicklungen der zu Grunde liegenden Aktie entscheidend für den Gewinn bzw. Verlust einer Aktienanleihe ist, sollt vor einer Investitionsentscheidung immer eine gründliche Analyse der Aktie erfolgen!

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